Der Aquarienverein "EXOTICA" e.V. Bretnig-Hauswalde

die Entwicklung in Kurzfassung

Der Verein wurde als Fachgruppe "Aquaristik" im Kulturbund Deutschland in der Ortsgruppe Bretnig am 2. März 1970 gegründet.

[ Gründungsprotokoll ]

Das damalige Anliegen war, die Aquarianer des Rödertals und Umgebung in einer Fachgruppe zusammenzufassen und im Kreis Bischofswerda zu organisieren.

Der erste Fachgruppenleiter, Dieter Sch�ne, ein langj�hriger Aquarianer, brachte Erfahrungen aus den früheren Vereinen Großröhrsdorf und Pulsnitz mit, dessen Mitglied er war. Er verstand es, aus einer kleinen Gruppe von Aquarianern, einen leistungsstarken Verein zu formen. Uns war klar, dass Öffentlichkeitsarbeit in Form von Ausstellungen, Börsen und Hinweisen in den Medien, der Schlüssel zum Erfolg auf Dauer sein wird.

Ein Jahr nach der Gründung erfolgte die erste Ausstellung. Noch mit einfachen Mitteln und den Aquarien von zu Hause, wagten wir den ersten öffentlichen Auftritt in der HO-Gaststätte "Zur Sonne" Bretnig. Es war ein großer Erfolgt und das gab Auftrieb.

Von der Gemeindeverwaltung und der Ortsgruppe des Kulturbundes Bretnig unterstützt, ging es zielstrebig aufwärts. Die Mitgliederzahl wurde größer, das Arbeitsprogramm anspruchs- voller. Mit Vorträgen von Referenten benachbarter Vereine, eigenen Zuchterfahrungen und Exkursionen gab es eine solide, abwechslungsreiche Fachgruppenarbeit.

Aus den Einnahmen, der nun alle 2 Jahre durchgeführten Ausstellungen, wurde eine vereinseigene Ausstellungsanlage angeschafft und ständig erweitert.

1978 gab es einen Wechsel in der Vereinsführung. Dieter Schöne legte die Geschicke des Vereins, nach gesundheitlichen Problemen, in die Hände von Günther Schramm. Seine erste Aufgabe war es, ein geeignetes Tagungslokal für die Vereinsabende zu suchen, da uns der Gaststättenleiter vom "Deutschen Haus" wegen zu wenig Umsatz den Stuhl vor die Tür stellte. Nach kurzen Gastspielen in verschiedenen Gaststätten und dem Speiseraum der Grundschule Bretnig, bezogen wir das Kulturzentrum Bretnig. Dieses Haus, eine ehemalige Schule, wurde wie schon der Name sagt, ein Kulturzentrum für die Gemeinde Bretnig unter der Schirmherrschaft der Ortsgruppe des Kulturbundes. Hier hatten wir nun eine feste Bleibe, die es noch heute ist, auch wenn das Haus heute privatisiert ist und als Gaststätte betrieben wird.

Mit dem Tagungslokal und dem Ratskeller des Gemeindeamtes als Ausstellungslokal, hat der Verein die denkbar besten Voraussetzungen für eine gute Vereinsarbeit.

Durch die Ausstellungsanlage, welche heute eine Kapazität von 25 Schauaquarien besitzt, sind wir in der Lage, schnell und effektiv Aquarienausstellungen durchzuführen.

1981 wurde die internationale Xipho-Schau der DDR erstmals von uns ausgerichtet. Dazu übernahmen wir die Ausstellungsanlage für lebendgebärende Zahnkarpfen vom Aquarienverein Bautzen. Nun waren wir in der Lage auch Bewertungsausstellungen zu organisieren. Schnell wurde uns klar, dass 150 Becken für Ausstellungen mit Bewertungs-modus nicht ausreichen. 1998 wurde die Anlage auf 300 Becken erweitert.

Nach der internationalen Xipho-Schau 1981 folgten die erste sächsische Xipho-Schau 1983 und die Europameisterschaften 1989 und 1991 der Xiphozüchter.

Die Wendezeit ging auch an uns nicht spurlos vorüber. Aus den unterschiedlichsten Gründen ging die Mitgliederzahl zurück. Was wichtig war - der feste Stamm des Vereins blieb uns erhalten. Uns konnte auch nicht erschüttern, dass zur Aquarienschau 1991, verbunden mit der Xiphoeuropameisterschaft, ganze 23 Besucher kamen. Immerhin konnten wir vor der Wende, und nun auch heute wieder, teilweise bis über 2000 Besucher zählen.

Bei der Neugründung des VDA Bezirkes 05 war "EXOTICA" Gastgeber. Der VDA Präsident Grobe ermutigte uns, Mitglied im VDA zu werden. Nach dem bürokratischen Dienstweg, das Erstellen einer neuen Satzung einschließlich Genehmigung durch das Kreisgericht wurden wir in das Vereinsregister eingetragen. Die Gemeinnützigkeit wurde durch das Finanzamt bestätigt. Nun nannten wir uns :

Aquarienverein "EXOTICA" e.V. Bretnig / Hauswalde

Das Neue daran war, dass wir uns nun finanziell selbst tragen mussten. Vom ehemaligen Kulturbund wurde durch die Ortsgruppe und den Kreisverband hin und wieder finanziell geholfen. Die versprochenen Fördermittel durch das Landratsamt sollten sich schnell als Seifenblase erweisen. Aber es ging auch ohne !

Die Mitgliederzahl erhöhte sich ständig aus einem riesigen Einzugsgebiet.

Das Jahresarbeitsprogramm enthült eigentlich alles, was Aquarianer interessiert.

Ein kurzer Querschnitt soll das unterstreichen :

Fachvorträge aus dem Verein und namhaften Referenten gehören genauso zum Programm, wie Exkursionen, Kegelabende mit der Familie, Weihnachtsfeiern, Pilzwanderungen und vieles mehr.

Dabei konnten wir viele bekannte Aquarianer bei uns begrüßen. So zum Beispiel Dr. Mühlberg, Helmut Stallknecht, F.-Jürgen Obst, Bernd Schwabe, Bernhard Teichfischer, Christel Kasselmann, Hans-Joachim Günther, Jörg Töpfer, Peter Luther ..... alle aufzuzählen ist nicht möglich.

Einen besonderen Stellenwert erreicht bei uns die Zucht von lebendgebärenden Zahnkarpfen. Durch die aktive Mitarbeit bei der ZAG lebendgebärender Zahnkarpfen, später dann in der DGLZ und heute in der Gesellschaft der Guppyzüchter in Deutschland (GGD), haben vor allem die Freunde Dr. Matthias Trauzettel, Dieter Schöne und Günther Schramm dafür gesorgt, daß "EXOTICA" weit über die Grenzen des Bezirkes 05 bekannt wurde.

Dr. Trauzettel ist maßgeblich bei der Bestätigung des neuen Eurostandards der Xipho- und Mollyzucht beteiligt. Viele Ausstellungssiege bei großen Ausstellungen im In- und Ausland konnten diese 3 Freunde erringen.

Den Höhepunkt der Vereinsarbeit stellte zweifellos die Ausrichtung der Guppyeuropa-meisterschaften 1998 und 2001 dar. Beide Veranstaltungen wurden zum großen Erfolg und erreichten international hohe Anerkennung.

Aus Anlaß des 30jährigen Vereinsjubiläums im Jahr 2000 wurde der Verein mit der bronzenen Ehrenplakette des VDA ausgezeichnet. Die Vereinsfreunde Dieter Schöne, Günther Schramm, und Dr. Matthias Trauzettel sind Träger der goldenen Ehrennadel des VDA. Günter Sombeck, Roland Schöne, Gottfried Dehmelt und Helgo Jacob erhielten die silberne Ehrennadel. In Bronze erhielt diese Auszeichnung Tilo Wächter.

Die Mitglieder des Vereins legten den Sachkundenachweis des VDA ab.

Besonderen Wert auf diesen Sachkundenachweis legen wir auch, weil bei den vier Börsen im Jahr das notwendige Sachwissen gefragt ist.

Zierfisch- und Wasserpflanzenbörsen haben einen festen Platz im jährlichen Veranstaltungs-plan. Die für diesen Zweck gebaute Börsenanlage verfügt über 60 Aquarien, ausgestattet mit Belüftung und Beleuchtung. Für ländliche Verhältnisse besitzen unsere Börsen einen ausgesprochen großen Zuspruch. Warteschlangen zum Teil bis 100 Meter sind keine Seltenheit.

Wir bewerten diesen Zuspruch als Lohn für eine erfolgreiche Vereinsarbeit.